Adresse löschen?

Diese Adresse und ihr Posteingang werden freigegeben und Sie erhalten eine neue Adresse. Zur alten gelangen Sie nur mit dem Wiederherstellungsschlüssel zurück.

Welche E-Mail-Adresse, wenn Nachrichtenseiten „kostenlos registrieren und weiterlesen“ verlangen?

Sie klicken auf einen Artikel, lesen zwei Absätze, und dann verblasst der Text langsam hinter einem Kasten mit dem Satz "Registrieren Sie sich kostenlos, um weiterzulesen." Darunter ein Feld für die E-Mail-Adresse, vielleicht ein Button "Weiter mit Google". Eigentlich wollten Sie nur wissen, wie die Geschichte ausgeht. Jetzt sollen Sie ein Konto anlegen.

Wie Sie mit diesem Fenster umgehen, hängt davon ab, welche Art von Schranke vor Ihnen steht. Sie sehen alle ähnlich aus, dahinter stecken aber unterschiedliche Geschäftsmodelle. Und danach richtet sich auch, welche E-Mail-Adresse sinnvoll ist.

Welche Arten von Registrierungsschranken gibt es?

Art der SchrankeWas sie verlangtEigentliches Ziel der Website
Kostenlose RegistrierungsschrankeE-Mail-Adresse (manchmal Passwort und Name)Leser kennenlernen, Zielgruppe für Newsletter und Werbung aufbauen
Metered Paywall (Zählschranke)Nach einer bestimmten Zahl Artikel pro Monat Registrierung oder AboHäufige Leser erst zur Registrierung, dann zum Abo bewegen
Harte PaywallZahlungs- und KontodatenDirekte Abo-Einnahmen

Bei der kostenlosen Registrierungsschranke will die Seite nicht Ihr Geld, sondern wissen, wer Sie sind. Registrierte Leser lassen sich Werbekunden als "identifizierte Zielgruppe" anbieten und per E-Mail-Marketing zurück auf die Seite holen. Das ist ein legitimes Geschäftsmodell, Journalismus muss sich irgendwie finanzieren. Für Sie stellt sich aber die Frage, ob Ihnen diese Seite Ihre dauerhafte Adresse wert ist.

Die Newsletter-Falle und die Häkchen, die mit der Registrierung kommen

Am genauesten hinschauen sollten Sie bei den kleinen Einwilligungszeilen direkt unter dem E-Mail-Feld. Typische Beispiele:

  • "Ich möchte den täglichen Nachrichten-Newsletter erhalten"
  • "Informieren Sie mich über Aktionen und Angebote"
  • "Ich bin mit der Weitergabe meiner Daten an Partner einverstanden"

Manchmal sind diese Kästchen schon angehakt. Wer schnell auf "Registrieren" klickt, bekommt ab dem nächsten Morgen täglich einen oder mehrere Newsletter. Nach der DSGVO und den Regeln zum E-Mail-Marketing braucht Werbung per Mail in der Regel Ihre Einwilligung, und die können Sie jederzeit widerrufen. Am einfachsten ist es aber, das Häkchen gar nicht erst zu setzen.

Dann gibt es noch "Weiter mit Google" und ähnliche Social-Login-Buttons. Die ersparen Ihnen ein neues Passwort, geben der Website aber Ihre Haupt-E-Mail-Adresse und oft auch Ihren Namen und Profilangaben weiter. Nur um einen Artikel zu lesen, ist das mehr als nötig.

Wegwerf-Adresse bei der kostenlosen Registrierung

Wollen Sie nur ein, zwei Artikel lesen, ist die kostenlose Registrierungsschranke einer der sinnvollsten Einsatzorte für eine Wegwerf-Adresse. Meist läuft es so:

  1. Sie öffnen Geçici Mail in einem eigenen Tab und kopieren die angezeigte Adresse.
  2. Sie fügen sie ins Registrierungsformular der Nachrichtenseite ein und vergeben gegebenenfalls ein Passwort. Die Newsletter-Kästchen lassen Sie leer.
  3. Verlangt die Seite eine Bestätigung, landet die Mail nach wenigen Sekunden im temporären Postfach. Sie klicken auf den Link.
  4. Sie lesen den Artikel.

Manche Seiten verlangen nicht einmal eine Bestätigung, da reicht die Eingabe der Adresse. Andere erkennen Anbieter temporärer Adressen und lehnen die Registrierung ab. Das ist die Entscheidung der Website. Warum sie das tun, erklären wir im Beitrag Wie Websites Wegwerf-Adressen erkennen.

Eine Grenze, die Sie kennen sollten

Ein Konto mit Wegwerf-Adresse ist in der Praxis ein Einwegkonto. Vergessen Sie das Passwort, geht die Mail zum Zurücksetzen an diese Adresse. Der Wiederherstellungsschlüssel kann Sie zwar zur selben Adresse zurückbringen, aber als Grundlage für ein Konto, das Sie jahrelang nutzen wollen, taugt das nicht. Lesen Sie eine Publikation mehrmals pro Woche, ist eine dauerhafte Zweitadresse die bessere Wahl.

Bei Zählschranken erst einmal das Monatslimit prüfen

Seiten mit Hinweisen wie "Sie haben diesen Monat 4 von 5 kostenlosen Artikeln gelesen" lenken Sie erst zur kostenlosen Registrierung, dann zum Abo. Die Registrierung erhöht das Limit dort meist ein wenig, hebt es aber nicht auf.

Ganz offen gesagt, immer wieder neue Konten mit neuen Wegwerf-Adressen anzulegen, um das Limit zu umgehen, verstößt sehr wahrscheinlich gegen die Nutzungsbedingungen. Und es untergräbt direkt das Einnahmemodell einer Redaktion, die mit echter Arbeit Nachrichten produziert. Eine Wegwerf-Adresse soll Ihre Privatsphäre schützen, nicht Bezahlinhalte kostenlos machen. Das betonen wir auch im Beitrag Was Sie mit Wegwerf-Adressen nicht tun sollten. Wer eine Publikation regelmäßig liest, findet sie vermutlich auch unterstützenswert.

Warum beim Bezahl-Abo die echte Adresse?

Haben Sie sich entschieden, eine Zeitung oder ein Magazin zu abonnieren, sieht die Sache ganz anders aus. Dann gehört eine dauerhafte Adresse her, die Sie regelmäßig abrufen, und zwar aus diesen Gründen:

  • Rechnungen und Zahlungsbelege. Abbuchungen und Verlängerungshinweise kommen an diese Adresse.
  • Kündigung und Erstattung. Wenn Sie kündigen wollen, müssen Sie sich einloggen und notfalls mit dem Kundenservice schreiben können.
  • Passwort zurücksetzen. Den Zugang zu einem Konto zu verlieren, für das Sie bezahlen, wollen Sie am allerwenigsten.
  • Hinweise zur automatischen Verlängerung. Wer die Mail sieht, dass die Probephase endet und das kostenpflichtige Abo beginnt, kann sich eine ungewollte Abbuchung sparen.

Auch beim Bezahl-Abo müssen Sie keine Werbe-Häkchen setzen. Ein Abo heißt nicht, dass Sie täglich fünf Newsletter akzeptieren. Um Newsletter vom Hauptpostfach zu trennen, hilft auch ein Filter in Gmail.

Tipp: Wenn Sie Gmail nutzen, können Sie für ein Abo einen Zusatz mit + an Ihre Adresse hängen (z. B. ihrname+news@gmail.com). Die Mails landen trotzdem in Ihrem Hauptpostfach, Sie sehen aber, welcher Seite Sie welche Adresse gegeben haben, und können leicht filtern.

Wenn Sie sich schon mit Ihrer Hauptadresse registriert haben

Über die Jahre haben Sie sich vielleicht bei etlichen Nachrichtenseiten mit Ihrer Hauptadresse angemeldet. Zum Aufräumen müssen Sie nicht jede Seite einzeln besuchen. Meist genügt der Abmeldelink unten im Newsletter. Wollen Sie ein Konto, das Sie nie nutzen, ganz schließen, suchen Sie in den Kontoeinstellungen nach "Konto löschen". Finden Sie nichts, haben Sie nach der DSGVO das Recht, beim Verantwortlichen die Löschung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Wie das geht, steht meist in der Datenschutzerklärung der Seite.

Reicht nicht einfach ein privates Fenster?

Manche Leser umgehen die Schranke mit einem privaten Browserfenster. Bei Zählschranken klappt das manchmal, weil der Zähler über Cookies läuft. Gern gesehen ist das bei den Verlagen aber auch nicht, und viele Seiten erkennen private Fenster inzwischen und verlangen dann eine Registrierung. Was ein privates Fenster tatsächlich verbirgt und was nicht, steht in diesem Beitrag.

Häufige Fragen

Kann ich mich mit einer Wegwerf-Adresse kostenlos bei einer Nachrichtenseite registrieren?

Für eine kostenlose Registrierung, um ein, zwei Artikel zu lesen, ja. Das Konto ist dann aber praktisch ein Einwegkonto. Für Seiten, die Sie regelmäßig lesen, ist eine dauerhafte Zweitadresse besser.

Warum bekomme ich nach der Registrierung jeden Tag Newsletter?

Die Einwilligungskästchen für Newsletter oder Aktionen sind im Formular oft schon angehakt. Lassen Sie sie bei der Registrierung leer oder nutzen Sie später den Abmeldelink unten im Newsletter, dann hören die Mails auf.

Welche E-Mail-Adresse sollte ich für ein bezahltes Zeitungsabo nutzen?

Eine dauerhafte Adresse, die Sie regelmäßig abrufen. Rechnungen, Verlängerungshinweise, Kündigung und Passwort-Reset laufen über diese Adresse.

Ist es in Ordnung, ständig neue Konten anzulegen, um das Gratis-Limit zu umgehen?

Davon raten wir ab. Das verstößt meist gegen die Nutzungsbedingungen und schwächt das Einnahmemodell der Redaktion. Lesen Sie eine Publikation häufig, ist ein Abo der fairere Weg.

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